DENKZETTEL
Nummer 46
 

Relecture 5

Karl Raimund Popper - "Alles Leben ist Problemlösen"

Philosophisches, Ethisches und Praktisches für das Management

Manfred J. Hoefle

Karl R. Popper war der Begründer des kritischen Rationalismus und der Wissenschaftsphilosoph des 20. Jahrhunderts; ein bescheidener, streitbarer Mensch.  

Mensch und Leben

(1902 in Wien geboren, 1994 in Kenley/England gestorben)

Er ist zwischen Büchern und Klavier aufgewachsen. Von seinem Vater, einem angesehenen Wiener Juristen, erhielt er Leseempfehlungen, von seiner Mutter erwarb er die Liebe zur klassischen Musik. Schon als Dreizehnjähriger beschäftigten ihn philosophische Fragen wie die der Unendlichkeit. Das Gymnasium langweilte ihn so sehr, dass er es vorzeitig verließ und an der Universität Vorlesungen in Mathematik, und theoretischer Physik, aber auch Geschichte, Literatur, Philosophie, Musik, Psychologie, sogar Medizin besuchte. „Nicht für einen Beruf, sondern um zu lernen“, war sein Antrieb im Studium.

In früher Jugend war er im Wien des herannahenden Umbruchs suchend, idealistisch politisch umtriebig, sozialistisch gesinnt. Der Widerspruch von Programm, Propaganda und politischer Praxis machten ihn mit 17 Jahren zum definitiven Anti-Marxisten. Der junge Popper erkundete die Welt der Arbeiter und Handwerker: war Hilfsarbeiter und wurde Tischlergeselle, Erzieher von sozial benachteiligten Kindern und erlebte als Lehrer seine vorläufige Berufung. Aus dieser dichten Erfahrung wuchs seine Abneigung gegen welterlösende Gesellschaftsmodelle und große Entwürfe der Weltverbesserung. Zeitlebens trat er als Warner vor jeder Form von Totalitarismus auf. Popper war schon früh ein scharfer Kritiker von Marx, Hegel und Freud.

Eine lebenslange intellektuelle Anziehung übten die Einsteinsche und die Quantenphysik aus. Ebenso faszinierten ihn die Vorsokratiker (Parmenides, Anaxagoras, Xenophon), die er sogar übersetzte, weil sie die großen Fragen der Naturphilosophie bereits gestellt hatten. Popper beschäftigte sich immer wieder mit erkenntnistheoretischen Fragen, wie dem "Leib-Seele"-Problem, der Wechselwirkung von Geist und Materie.(1) Er war ein unaufhaltsamer Wanderer in der damals aufgeheizten intellektuellen Welt des Zentrums der untergegangenen K.u.K.-Monarchie. Popper gehörte keiner Schule an, schloss sich keiner Richtung an und wurde die „offizielle Opposition“ des Positivismus und damit des legendären Wiener Kreises.

In Vorahnung des heraufziehenden Nationalsozialismus und des Anschlusses Österreichs siedelte er nach einem Aufenthalt in England nach Christchurch, Neuseeland, über, wo er neben seiner Dozentur The Poverty of Historicism und das ihn später weltbekannt machende Buch The Open Society and Its Enemies verfasste.(2) 1946 erhielt er die Professur für Logik und wissenschaftliche Methodenlehre an der London School of Economics (LSE), seine Lebensthemen.

Popper war im Gespräch mit vielen Großen der Wissenschaft: mit Albert Einstein, Werner Heisenberg, Bertrand Russel und vielen anderen und seinen österreichischen, exilierten Freunden in England (Erwin Schrödinger, Friedrich A. von Hayek, Ernst Gombrich), auch mit seinem Jugendfreund Konrad Lorenz.(3) Er war ein gesuchter Vortragender, Lehrer und Befragter: Erinnert sei an dieser Stelle an die berühmte Tübinger Vorlesung und die Gespräche mit Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker, an den Bankier Alfred Herrhausen, den Politikwissenschaftler Ralf Dahrendorf und den Philosophen Hans Albert. Mit großem Eifer und Ernst lehrte und diskutierte er an vielen renommierten Universitäten(4) und duellierte intellektuell bis ins hohe Alter.

Popper bezeichnet sich als kritischen Rationalisten, Kantianer - und Optimisten. Er ist gegen Utopien, gegen Ideologien und intellektuelle Moden - gleich welcher Färbung -,(5) dezidiert kritisch gegenüber Intellektuellen, weil sie allzu oft eine schlecht verständliche Sprache verwenden und überheblich sind. Zuwider ist ihm die allseitige "Sprachverschmutzung". Sein besonderes Verdienst ist die Schaffung der modernen Wissenschaftstheorie mit ihrem Kern, der Falsifikation; diese besteht in der nachgewiesenen Ungültigkeit von Aussagen, Methoden, Thesen und Theorien. Seine Vorstellung von Wissenschaft ist die einer sich ständig verbessernden, der Wahrheit unnachgiebig näherstrebenden, die dem Wohl der Menschheit dient.

Grundeinsichten sollten einfach und gut verständlich sein. Ideen sollten "regulativ" und nicht absolut sein, Regeln sollten auf jeden Fall Verschlechterungen verhindern, nicht auf ein vermeintliches Ideal hin fixiert sein. Sein Pragmatismus zielt auf das Setzen von Regeln, in Wissenschaft und Politik. Aus der Kenntnis der Geschichte und aufgrund seiner Beobachtungen zur zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts ist er überzeugt, dass "wir in einer besseren und gerechteren Welt als je zuvor“ leben.

Im Folgenden werden aus der Vielfalt des Denkens von Popper drei Bereiche auf das Management bezogen. Obwohl er sich nicht zu Unternehmensführung und Management geäußert hat, lassen sich seine Überlegungen auf alle Verantwortlichen in Wirtschaft und Gesellschaft übertragen.

Philosophisches

Popper beschreibt den Kritischen Rationalismus als Lebenseinstellung, „die zugibt, dass ich mich irren kann, dass du recht haben kannst und dass wir zusammen vielleicht der Wahrheit auf die Spur kommen werden“. Weil Wissen auf dem Weg von Versuch und Irrtum zustande kommt und wir es immer mit "Vermutungswissen" zu tun haben, ist es falsch, Theorien gegen Kritik zu "immunisieren" und aus scheinbar gesicherten Theorien Ideologien ableiten zu wollen. Die Falsifizierung, der Nachweis, dass eine Annahme oder Lösung falsch ist, ist für ihn ein Abgrenzungs- und kein Sinnkriterium.

Das Fehlbarkeitstheorem - auch als Fallibilismus bezeichnet - ist nicht nur auf die Naturwissenschaft anzuwenden, sondern hat seine Berechtigung auch in den Sozialwissenschaften, desweiteren in der Ökonomie und Betriebswirtschaft. Deren Geschichte ist bekanntlich von vielen, modischen Fehlurteilen gesäumt. Nicht wenige Business Schools, Consultants und Professoren predigen Rezepte, sind aber an deren Überprüfung wenig interessiert.

Popper ist ein erklärter Gegner des Relativismus, nach dem Wahrheit immer von den Gegebenheiten, vom Kontext und der Blickrichtung abhängig ist. Er vertritt die Auffassung, dass es eine objektive, absolute Wahrheit gibt, auch wenn sie nicht offenbar ist. Das Bemühen nach Wahrheit ist ein nicht endender Weg. Dass jeder Dogmatismus einem solches Streben im Wege steht, liegt auf der Hand. In jeder Form von Geschichtsdeterminismus - die bedeutendste Verirrung war der Marxistische Historizismus - sah er eine Anmaßung an Wissen über die Zukunft. Die Versuche, insbesondere in den Sozialwissenschaften, szientistisch (vordergründig physikalisch und wissenschaftsgläubig), "minuziös" (immer kleinere Domains untersuchend) oder psychologisierend (subjektivistisch) zu werden, hält er für Fehlentwicklungen. Worum soll es in der Philosophie gehen: "kritisch über das Universum und unseren Platz in ihm nachzudenken sowie über die gefährliche Macht unseres Wissens und unsere Kraft zum Guten und Bösen".

Poppers kritischer Rationalismus ist auf das Argumentieren angelegt. Die Nutzung von Erfahrung verlangt eine unparteiische Haltung und Distanz gegenüber autoritären Ansprüchen, erfordert eine tolerante Einstellung, die aber ihre Grenzen dort hat, wo sie auf Intoleranz stößt. Die Entscheidung für die Vernunft ist eine ethische Grundhaltung, die verhindern soll, dass die Lösung von Problemen gewalttätig erfolgt.

Ethisches

Seiner Meinung nach wird tonnenweise Oberflächliches über Ethik geschrieben, noch mehr wurde gepredigt. Soll Ethik sich bilden, ist immer das Vorbild gefragt, das Vormachen geboten. Das erste bekannte Vorbild war Sokrates, der für seine Haltung den Tod auf sich genommen hatte. "Wasser predigen und Wein trinken" ist unergiebiges Moralisieren, außer für den, der dafür bezahlt wird.

Sinn und Verantwortung hängen untrennbar zusammen. Darum ist es wichtig, dass Menschen in ihrem Leben einen verantwortlichen Auftrag erkennen. Dann löst sich die Grundfrage menschlicher Existenz zum größten Teil auf: "Aufgabe eines Jeden die Welt nach Kräften besser zu machen." Im konkreten Fall wird es dann immer zu einem Abwägen kommen, das aber auf eine Richtschnur zugreifen kann.(6) Bei der Wahrung von Gerechtigkeit sieht er den Zusammenhang von Größe und Gemeinschaften sowie Gesellschaften. Sind diese zu groß, zu wenig überschaubar, wird es schwierig, zufriedenstellend gerechte Lösungen herbeizuführen.

Popper sieht es als notwendig und denkrichtig an, auf eine Letztbegründung von Normen zu verzichten. Gemäß seinem Diktum: "Alles Leben ist Problemlösen" bedeutet Ethik das Lösen von Problemen auf sozialem Gebiet und damit auch in Wirtschaft und Unternehmen. Dabei kommt es ihm darauf an, schlechte Regeln zu erkennen und sich dann zu bemühen, die Regeln zu verbessern. Nach ihm liegt das Wesensmerkmal der Demokratie nicht in der Herrschaft des Volkes begründet, sondern in der Kontrolle der Regierung durch die Regierten(7), also in der Möglichkeit der Abwahl. Diese Möglichkeit ist den abhängig Beschäftigten versagt; durch eine Partizipation der Arbeitnehmer besteht zumindest eine Chance, auf eine Abberufung des CEOs bzw. von Vorständen hinzuwirken.
Offensichtlich erscheint ihm die langfristige Überlegenheit von Freiheit, Kreativität, Verantwortung gegenüber einem stark dirigistischem Regime, auch wenn dieses kurzfristig sogar effizienter ist. Unternehmerische Freiheit ist eine bewährte regulative Idee.

Popper vertritt auch in der Ethik mit der Regelbildung einen pragmatischen Ansatz.(8) Als Voraussetzung unterstellt wird eine moralische und zivilisatorische Grundausstattung der Beteiligten, ein gerüttelt Maß an Vernunft und die Bereitschaft zum konstruktiven Miteinander. Auch hier gilt die Einsicht, dass Bildung von Regeln und deren Befolgung nicht voraussetzungslos sind.(9)

Praktisches

Als Maxime für einen lebendigen und fruchtbaren Dialog sollte nach Popper gelten: „Niemals über Worte und ihre ‚wahre‘ Bedeutung (zu) argumentieren". Probleme um Worte und Ihre Bedeutung führen nie zu den echten Problemen, die es anzugehen gilt. Ernst zu nehmen(10) - so seine Forderung - sind Fragen und Behauptungen über Tatsachen; Theorien und Hypothese; die Probleme, die sie lösen; und die Probleme, die sie aufwerfen. Im Lösen von Problemen liegt die Aufgabe, nicht in einer intellektuellen Wesensschau und in Wortdeutungen.

Problemlösen ist immer mit der Erwartung verbunden, aus den dabei gemachten Fehlern immer von Neuem zu lernen. Popper plädiert insbesondere bei sozialen Problemen in kleinen, bedachten Schritten vorzugehen und diese, falls sie sich als falsch und wenig nützlich herausstellen, rasch zu korrigieren. Soziale Systeme - das sind auch Unternehmen - sind komplexe Systeme, die wegen ihrer inneren Struktur nicht eindimensional gesehen und im Hauruckverfahren verändert werden sollen. Dagegen ist es sinnvoll, ständig sich zu verbessern, sich anzupassen, dann ereignet sich kein Culture Change-Schock; nicht von ungefähr das Merkmal langlebiger Unternehmen. Dieses als Piecemeal Social Engineering bezeichnete Vorgehen ist nicht nur weniger risikoreich, sondern auch menschengerecht; und hat eine alte Tradition im Prinzip und in der Praxis der kontinuierlichen Verbesserung.(11)

Im Gegensatz zu marxistischen und staatsgläubigen Ideologen hält Popper kleinere Einheiten (und auch Gemeinschaften) für das Lernen sinnvoll. Er kritisiert Marx, der nach immer größeren "Dampfkraftwerken" gerufen hatte, und sieht in seinem "Rasierapparat" ein alltägliches Beispiel dezentraler, menschenfreundlicher Technik. Das Streben nach Größe und damit nach Vermachtung (von Märkten), - ein Wesensmerkmal des Managerismus - ist folgedessen ein Irrweg.(12) Weil man nur die "Wahl zwischen Vernunft und Gewalt" habe, ist ein offener Dialog, eine gute Kommunikation für einen vernünftigen Umgang, wo immer Menschen "strebend sich bemühen", elementar.

Popper formulierte zwölf Prinzipien einer neuen Berufsethik, die für alle Intellektuellen und Verantwortlichen in Technik, Wirtschaft und Gesellschaft von Belang sein sollten:(13)

  1. Es gibt keine Autoritäten, weil das objektive Vermutungswissen die Kapazität eines Einzelnen übersteigt.
  2. Es ist unmöglich, alle Fehler zu vermeiden.
  3. Es bleibt unsere Aufgabe, Fehler nach Möglichkeit zu vermeiden.
  4. Es können in den am besten bewährten Theorien, Fehler verborgen sein.
  5. Es gilt, unsere Einstellung zu unseren Fehlern zu ändern. (Die alte Berufsethik führt dazu, unsere Fehler zu vertuschen, zu verheimlichen und so schnell wie möglich zu vergessen").
  6. Es gilt, dass wir gerade von unseren Fehlern lernen müssen, um möglichst Fehler zu vermeiden.
  7. Es gilt, dauernd nach unseren Fehlern Ausschau zu halten.
  8. Selbstkritische Haltung und Aufrichtigkeit werden damit zur Pflicht.
  9. Es gilt, dankbar anzunehmen, wenn andere uns auf unsere Fehler aufmerksam machen.
  10. Wir brauchen andere Menschen zur Entdeckung und Korrektur von Fehlern (und sie uns).
  11. Kritik durch andere ist eine Notwendigkeit.
  12. Rationale Kritik muss immer spezifisch sein.

Mit diesen Vorschlägen wollte er zeigen, dass auf ethischem Gebiet "verbesserbare und diskutierbare" Maximen möglich sind, die zu größerer Aufrichtigkeit und Toleranz führen. Ohne Zweifel besteht in Wirtschaft und Management ein ständiger Bedarf an einer Fehlerkultur, die Lernen, Anpassen, Innovieren ermöglicht und befördert. Manageristische Verhaltensweisen und autoritäre Haltung stehen dem entgegen. Verantwortungsbewusste Unternehmensführung(14) dagegen macht sich die Poppersche zu Eigen.

 

"Optimismus ist Pflicht. Man muß sich auf die Dinge konzentrieren, die gemacht werden sollen und für die man verantwortlich ist"  

"Nie überlegen, was morgen sein wird, sondern das tun, was man heute tun kann."

 

Ausgewählte Werke von Karl R. Popper:

  • Logik der Forschung (1934 /2005); ISBN 3-16-148410-X
  • Die offene Gesellschaft und ihre Feinde (1945); ISBN 3-16-148068-6 und ISBN 3-16-148069-4
  • Ausgangspunkte. Meine intellektuelle Entwicklung (1976); ISBN 3-455-08982-8
  • Das Ich und sein Gehirn, (gemeinsam mit John C. Eccles), (1977); ISBN 3-492-21096-1
  • Auf der Suche nach einer besseren Welt (1984); ISBN 3-492-20699-9
  • Die Zukunft ist offen (1985); ISBN 3-492-00640-X (gemeinsam mit Konrad Lorenz)
  • Alles Leben ist Problemlösen (1994);ISBN 3-492-22300-1
  • Die Welt des Parmenides, der Ursprung des europäischen Denkens (2001), ISBN 3-492-04205-8

Karl Popper empfahl nicht nur zum besseren Verständnis seiner Grundeinstellung die "Apologie" (Die Verteidigung des Sokrates) von Platon - für ihn „das schönste philosophische Buch“.

Manfred J. Hoefle, 17. März 2016

 

Anmerkungen

(1) Bekannt wurde sein Austausch mit dem Nobelpreisträger für Physiologie, John Eccles, aus dem das gemeinsame Werk "Das Ich und sein Gehirn"(1982) hervorging.
(2) Seine Frau, die Lehrerkollegin Josefine Anna Henninger (1906–1985) war ständiges Mitglied seiner " produktiven Redaktion".
(3) Mit Schrödinger im Schwerpunkt zu Quantenphysik und Wissenschaftstheorie, mit von Hayek zu Staatsverfassung/Demokratie und Wissensgenerierung, mit Gombrich zu Kunsttheorie und -geschichte.
(4) Popper erhielt 20 Ehrendoktorate, darunter Cambridge, Oxford, Chicago, hatte als Schüler die Wissenschaftstheoretiker Imre Lakatos, Thomas. S. Kuhn, Paul Feyerabend, den Investor George Soros und viele andere bedeutsame Persönlichkeiten.
(5) Passend dazu sein Diktum: "Der Versuch, den Himmel auf Erden zu verwirklichen, produziert stets die Hölle."
(6) Mit der Frage der Verantwortung befassten sich zu Poppers Zeit insbesondere der Philosoph Hans Jonas (Prinzip Verantwortung) und der Psychiater/Philosoph Viktor Frankl (Der Wille zum Sinn)¸dazu Relecture 2
(7) Auf die Problematik der scheinbaren Repräsentanz und der Praxis der Koalitionsbildung zwecks Machterhalt hat Popper eindringlich hingewiesen.
(8) Auf einen expliziten transzendentalen Bezug verzichtet Popper.
(9) Unter der Annahme eines starken zivilisatorischen Substrats und Gemeinschaftssinns
(10) "Ernstnehmen" ist ein Lieblingswort Poppers.
(11) Dafür steht vor allem der Kaizen-Ansatz, eine ursprünglich japanische Methode der laufenden Verbesserung.
(12) Mit dem Eintreten für Überschaubarkeit ist er dem Sozialphilosophen Leopold Kohr (1909-1994) verwandt.
(13) Die kursiven Teile sind "original Popper", die anderen Teile sind es sinngemäß.
(14) Auffallend, aber nicht überraschend ist die "geistige" Übereinstimmung mit Peter F. Drucker, dem großen Managementlehrer und den Zeitgenossen aus Wien (Einsichten Nr. 8), Viktor Frankl (Relecture 2) und Konrad Lorenz (Denkzettel Nr. 25).