Paulus Glaswinkler zum Managerismus:

Mich hat die Homepage http://www.managerismus.com sehr beeindruckt. Ich habe die Denkschriften, Denk-Zettel und Zusammenfassungen genau gelesen und stimme mit den Inhalten vollkommen überein. Natürlich fehlt mir die praktische Erkenntnis und Erfahrung – ich war ja nie Angestellter , sondern immer nur in eigener „Regie" tätig. In einer Rubrik der Website ist auch der Einfluss des ungebremsten Finanzmarktes auf das Verhalten von „Manageristen" beschrieben. Ich bin fest davon überzeugt, dass dieser Zusammenhang die Hauptursache der Fehlentwicklung überhaupt ist, denn dieses Geschäft können ausschließlich die beschriebenen „Söldnertypen" betreiben. Wenn wieder, wie früher einmal, auf den Märkten Waren gehandelt werden und keine Finanzprodukte, wird es zwangsläufig auch wieder mehr Manager bzw. Unternehmer geben, die langfristige Ziele im Auge haben und nicht ausschließlich auf den nächsten Quartalsbericht schielen. Allerdings setzt das voraus, dass sich die Politik international mit dem ungesunden Gebaren der Finanzmärkte befasst und Regeln aufstellt, die dann auch befolgt werden müssen. Natürlich werden die angelsächsischen Länder, wie in jüngerer Vergangenheit bewiesen, nicht mitmachen. Also setzen die „alten Europäer" auf freiwillige Selbstverpflichtungen und ähnliche Fassadenaktionen. Aber Selbstheilungskräfte gibt es in diesem Metier nicht, ja kann es gar nicht geben, wie sollte sich ein Krebsgeschwür auch freiwillig verpflichten, künftig gesunde Zellen zu verschonen.."